
Veröffentlicht: 08.01.2026
Inhaltsverzeichnis:
Die kurze Wahrheit vorweg
Es gibt nicht die eine Haltbarkeit. Wie lange Ihre Einlagen halten, hängt vor allem von Material, Tragehäufigkeit, Körpergewicht, Schuhtyp und Belastung ab. In vielen Versorgungen ist eine Kontrolle nach rund einem halben Jahr sinnvoll, und häufig liegt ein Austauschintervall im Bereich von sechs bis zwölf Monaten, wenn die Einlagen sehr regelmäßig getragen werden.
Durchschnittliche Tragedauer, was in der Praxis realistisch ist
Ich sehe im Werkstatt- und Beratungsalltag vor allem drei typische Nutzungsprofile:
1. Alltag, täglich getragen
Wenn Sie Ihre Einlagen fast jeden Tag nutzen, ist das Material permanent unter Druck, nimmt Feuchtigkeit auf und wird mechanisch beansprucht. Dann ist es sehr häufig so, dass nach sechs bis zwölf Monaten eine neue Versorgung oder mindestens eine Anpassung nötig wird.
2. Wechselbetrieb, mehrere Schuhe, mehrere Einlagen
Wenn Sie die Einlagen regelmäßig lüften und idealerweise zwischen Schuhpaaren wechseln, kann sich die Lebensdauer verlängern, weil das Material zwischen den Einsätzen besser trocknen und zur Ruhe kommen kann.
3. Sport, Beruf mit viel Stehen oder Gehen
Bei intensiver Belastung sinkt die effektive Nutzungsdauer oft deutlich. Nicht, weil die Einlage sofort kaputt ist, sondern weil Dämpfung, Führung oder Formstabilität nachlassen und damit der therapeutische Effekt. Sichtbare Schäden kommen dann häufig später, die Wirkung kann aber schon vorher abgebaut haben.
Wichtig ist: Halten bedeutet nicht nur, dass noch nichts gebrochen ist. Entscheidend ist, ob die Einlage noch das tut, was sie soll.
Verschleißzeichen: Woran erkennen Sie, dass Ihre Einlagen durch sind?
Viele warten, bis wirklich ein Loch vorhanden ist. Das ist verständlich, aber oft zu spät. Achten Sie auf diese Anzeichen.
Sichtbare Veränderungen
Risse, Brüche oder abgeplatzte Kanten sind klare Warnsignale. Auch deutliche Druckstellen, durchgetretene Polster oder schief gewordene Aufbauten sprechen dafür, dass die Einlage ihre Funktion nicht mehr zuverlässig erfüllt. Ein weiteres Zeichen ist, wenn die Einlage nicht mehr plan im Schuh liegt oder sich sichtbar verformt hat.
Spürbare Veränderungen im Körper
Wenn Beschwerden zurückkehren oder zunehmen, zum Beispiel an Ferse, Knie, Hüfte oder Rücken, lohnt sich ein genauer Blick. Auch das Gefühl, schiefer zu stehen oder stärker nach innen oder außen zu kippen, kann ein Hinweis sein. Neue Druckstellen oder Reibung, obwohl Ihre Schuhe gleich geblieben sind, sollten Sie ebenfalls ernst nehmen.
Wenn solche Veränderungen auftreten, ist eine Kontrolle sinnvoll, auch wenn die Einlage optisch noch akzeptabel aussieht.
Geruch und Hygiene als Warnsignal
Starker Geruch ist nicht nur unangenehm, er kann auch ein Hinweis sein, dass zu viel Feuchtigkeit im Material bleibt oder falsch gereinigt wird. Hygiene und passende Reinigungsmittel sind wichtig, weil falsche Pflege Materialschäden und Hautreizungen begünstigen kann.
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Pflege Tipps, damit Ihre Einlagen länger funktionieren
Mit guter Pflege sichern Sie Komfort und Wirkung, und oft verlängern Sie auch die Nutzungsdauer.
Service Plus: weniger Reklamationen, mehr Sicherheit für Sie
Wenn Einlagen zu lange getragen werden, entstehen Reklamationen oft nicht, weil schlecht gearbeitet wurde, sondern weil das Material schlicht durch ist oder sich der Bedarf verändert hat. Regelmäßige Checks sind die einfachste Art, Enttäuschungen zu vermeiden und die Wirkung stabil zu halten.
Mini Checkliste für Sie
Ein Termin lohnt sich, wenn Sie eine dieser Fragen mit Ja beantworten.

Fazit
Orthopädische Einlagen sind ein Präzisionsteil. Wenn Sie sie gut pflegen und regelmäßig kontrollieren lassen, erhalten Sie mehr Komfort, mehr Wirkung und langfristig auch mehr Sicherheit beim Gehen und Stehen.


